Aktuelle Informationen |
Grabung
jungbronzezeitlicher Burgwall
in Isingerode/Schwedenschanze
Isingerode liegt zwischen Schladen und Hornburg
(hinter der Gaststätte Itschenkrug rechts am Wald lang fahren,
vor unserem
Bauwagen links hoch gehen, das Auto kann dort parken).
5. Kampagne seit 2.4.2010
jeden Samstag und Sonntag von 10 – 17 Uhr !
Bearbeitung der Funde - Jeden Donnerstag ab 11.00 Uhr
im Museum WF - Wir brauchen noch Hilfe
bei der Bearbeitung/ Beschriftung der vielen schönen, neuen
Funde !
4. Kampagne vom 10.4.2009 bis 15.11.2009
Die
Bildergalerie 2009 ist da!
Kurz-Bericht über
die Grabung am 15.9. in der lokalen Presse
3. Kampagne vom
21.3.2008 bis 23.11.2008
Das NDR-Fernsehen war bei uns zu Besuch in Isingerode. Am 12.9.2008
wurde ein 2-Minuten-Bericht gesendet. FABL
e.V. auf der NDR-Homepage
2. Kampagne vom
6.4.2007 bis 11.11.2007
Bildergalerie 2007
1. Kampagne vom 3.6.2006 bis 29.10.2006
Sonderseite
Weitere Bilder und Informationen finden Sie auch auf den Webseiten unserer
Mitglieder:
Lothar Jungeblut: Kleines Grabungstagebuch
Gabriele
Uhlmann: Luftbildarchäologie
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Die Hünenburg auf dem Heeseberg
Vom 9.April bis 28.August 2005 dauerte die Ausgrabungskampagne 2005
auf der Hünenburg bei Watenstedt. Die Grabung wurde unter der
Leitung von Dr. Immo Heske MA und Wolf-Dieter Steinmetz MA (BLM Wolfenbüttel)
ausschließlich mit Mitgliedern des Vereins durchgeführt.
Die
Bilder der Grabung 2005 sind online. Wir haben eine
Sonderseite eingerichtet.
Im Sommer 2006 gingen die Grabungen auf dem Heeseberg weiter. Durch die
vielen von FABL kostenlos geleisteten Grabungsstunden sowie die Finanzierung
der zugehörigen Zeichungen konnte die Kontinuität
der Grabung auch für 2006 gesichert werden.
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Fast
wie Troja
Die Ringwallanlage der Hünenburg auf dem westlichen Ausläufer
des Heeseberges bei Watenstedt im Braunschweiger Land hat seit Ausgrabungsbeginn
1998 durch das Braunschweigische Landesmuseum und das Seminar für
Ur- und Frühgeschichte Göttingen immer wieder Überraschungen
gebracht (Vgl. AiD 3, 2000, 43; 5, 2004, 55). Besonders beeindruckend waren
dabei die zahlreichen Nutzungsperioden des Platzes vom Jungneolithikum
um 3300/3200 v. Chr. bis ins 9. Jhdt. des frühen Mittelalters hinein.
Die diesjährige Untersuchungskampagne brachte zunächst erneut
besondere, aber nicht unerwartete Befunde. Die Ausgrabungen konzentrierten
sich auf den südlichen Außenbereich der Burg. Hier waren durch
eine Magnetprospektion der Firma Posselt & Zickgraf Prospektionen zahllose
Siedlungsbefunde registriert worden, für die nach Ausweis des umfangreichen
Oberflächenfundmaterials eine Datierung in die jüngere Bronzezeit
und beginnende frühe Eisenzeit (12. bis 7. Jhdt. v. Chr.) zu erwarten
war; eine der Hauptnutzungsphasen der Burg! Diese Annahme fand
ihre volle Bestätigung. Trotz vergleichsweise kleiner Untersuchungsflächen
konnten zahlreiche der für diesen Zeitabschnitt typischen großen, äußerst
fundreichen Siedlungsgruben sowie weiter Befunde wie Feuer- und Ofenstellen
dokumentiert werden. Besonders ist das große Spektrum an Knochengeräten
hervorzuheben. Das umfangreiche, verzierte keramische Fundmaterial belegt
das gleichzeitige Bestehen einer Außensiedlung vor der Burg. Deren
Größe ist dabei längst nicht erfasst, denn auf den bisher
magnetprospektierten 2 Hektar Fläche ist nirgendwo die Siedlungsgrenze
erreicht.
Zusammen mit der durch frühere Ausgrabungen nachgewiesenen ebenfalls
dichten Besiedlung der Burg, die sicherlich als Handelszentrum interpretiert
werden kann, liegen damit - in gebührender Relation selbstverständlich
- Verhältnisse fast wie in Troja vor.
Die diesjährige Überraschung war das Vorhandensein eines teilweise
bis zu 1m mächtigen Kolluviums, in welches die jungbronzezeitlichen
Gruben eingetieft waren, welches sich also vorher gebildet haben muß.
Und überraschend war die Entdeckung weiterer Befunde unter dieser
Ablagerungsschicht aus viel früheren Zeiten: Teile eines Hausgrundrisses
und ein Kindergrab der Linienbandkeramik der frühen Jungsteinzeit
(um 5300 v. Chr.), eine Opfergrube der Schöninger Gruppe der Michelsberger
Kultur (um 4000 v. Chr.), schließlich etwas höher gelegen eine
Steinsetzung mit Gefäßfragmenten der frühbronzezeitlichen
Aunjetizer Kultur.
Bleibt zu erwähnen, dass die seit Jahren erfolgreichen Ausgrabungen
auch in diesem Jahr wieder durch keinerlei öffentliche Mittel gefördert
wurden. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich durch den archäologischen
Förderverein FABL (Freunde der Archäologie im Braunschweiger
Land).
Immo Heske, Wolf-Dieter Steinmetz
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Bronzezeitliches
Handelszentrum -
altsächsischer Fürstensitz
Aus dem Folder des Braunschweigischen Landesmuseums und des Kreisheimatmuseums
Helmstedt 1998
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Der Hünenburg bei Watenstedt, einer ur- und frühgeschichtlichen
Ringwallanlage auf dem westlichen Ausläufer des Heesebergs, war von
der archäologischen Fachforschung bereits früh eine hervorragende
historische Bedeutung zugebilligt worden. Die archäologischen Ausgrabungen
des Braunschweigischen Landesmuseums im vergangenen Jahr übertrafen
mit den außergewöhnlichen Befunden die Erwartungen allerdings
noch bei weitem. |
Jungsteinzeit
ca. 3200 v.u.Z. |
Die ältesten Funde aus einer vielleicht noch unbefestigten Siedlungsphase
stammen aus der Jungsteinzeit und sind etwa 5200 Jahre alt. |
| Bronzezeit |
Während der Bronzezeit entwickelte sich hier ein dichtbesiedelter
Handelsort von überregionaler Bedeutung als politisches und wirtschaftliches
Zentrum der Landschaft. |
| 1300 - 700 v.u.Z. |
Mindestens vier bautechnisch komplizierte Befestigungsphasen, die wahrscheinlich
im Rahmen von Handelskriegen zerstört wurden, liessen sich für
die Jahrhunderte zwischen 1300 und 700 v. Chr., also über mehr als
ein halbes Jahrtausend, nachweisen. Zumindest in der Anfangszeit lässt
sich die Hünenburg somit mit dem homerischen Troja parallelisieren. |
| 100 - 300 n.u.Z. |
Überraschenderweise liess sich innerhalb der inzwischen verfallenen
Befestigungsanlagen ein germanisches Gehöft nachweisen, welchens hier
im 2./3. Jahrhundert angelegt worden war und im Grenzgebiet zwischen Langobarden
und Hermunduren lag. |
500 n.u.Z.
748 n.u.Z.
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Im 6. Jahrhundert wurde die Hünenburg von den als Eroberern ins
Land gekommenen Altsachsen zur Fürstenburg und damit zum Herrschaftsmittelpunkt
des nun entstehenden Herzogtums Ostfalen ausgebaut.Vermutlich ist sie identisch
mit der für das Jahr 748 in den fränkischen Geschichtsquellen
genannten Hôhseoburg des sächsischen Fürsten Theoderich/Dietrich. |
| 772 - 785 n.u.Z. |
Einen letzten überraschend in den Ausgrabungen nachgewiesenen Ausbau
erfuhr die Burg nach der fränkischen Eroberung zwischen 772 und 785
als Zwingfestung der neuen Herren.
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